Die Leserbriefe sind Ausdruck der persönlichen Meinung unserer Leser.

Diese müssen nicht dem politischen Willen des Stadtverbandes Ilmenau
der Partei "Die Linke" entsprechen.


Kleiner Exkurs in das Thema „Diktatur“

Ob der Auftritt von Herrn Sandmann während der Wahlkampfrede von Bodo Ramelow als Ausdruck von Unwissenheit oder von Starrsinn oder vielleicht auch als Zusammenballung von beiden zu bewerten ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Auf alle Fälle aber kann ihn nichts erschüttern – wie ein Fels die tosende See ließ er alle Versuche, mit ihm über die „treuhänderische“ Vernichtung der traditionsreichen Ilmenauer Porzellanindustrie und die bevorstehende des letzten kläglichen Überrestes der nicht minder traditionsreichen Glasindustrie zu diskutieren, von sich abprallen. Zu letzterer ließ er sich lediglich die beruhigend wirken sollende Äußerung entlocken, „Da sind wir dran.“ Wer da „dran“ sein soll und vor allem wie sagte er ebenso wenig wie er auch nur ein Wort zu möglichen oder auch fehlenden Erfolgsaussichten verlor. Jeder Versuch, mit ihm über das von seiner Partei mit Hilfe von Grünen und in unheiliger, richtiger gesagt menschenverachtender Allianz mit der damaligen konservativen Opposition durchgepeitschte Unrecht von Armut per Gesetz zu diskutieren, prallte an ihm ebenso ab wie Kritik an der durch die gleichen Parteien zu verantwortenden schändlichen Kriegsbeteiligung der BRD.

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Unchristliche Rundumschläge

Nach Herrn Mohring hat sich nun auch Frau Lieberknecht in Wahlkampf genannten so wütenden wie hysterischen Ausfällen gegen DIE LINKE ergangen. Die Angst vor einem Wahlsieg der Linkspartei geht um, könnte es doch dieses Mal wirklich und wahrhaftig für die Bildung einer Regierung mit einem linken Ministerpräsidenten reichen. Für die vom Antikommunismus zerfressene bundesdeutsche Politik wäre das im Gegensatz zu Baden-Württemberg, wo der Grünen-Ministerpräsident Kretschmann nun wahrlich keine Welten umstürzt, ein wirklicher Erdrutsch. Wer sich also wie jetzt die CDU in die Enge getrieben sieht, ist oftmals nicht mehr zu klarem und nüchternem Nachdenken über Ursachen und Auswege in der Lage, weshalb in panischer Angst wütende Rundumschläge ausgeteilt werden.

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Geschichte: Vor 90 Jahren – Arbeitskampf in der Ilmenauer Porzellanindustrie

Das Jahr 1924 hätte eigentlich ein weniger turbulentes werden können, befand sich doch die Wirtschaft gerade in einem deutlichen Aufschwung. Vorbei war die schlimme Zeit der Inflation, in der die, die noch Arbeit hatten, ihren am Ende nach Billionen zählenden und in Gestalt mehrerer Pfunde Papier ausgezahlten Lohnes gerade noch im Waschkorb nach Hause schleppen konnten. Vorbei war die Zeit, wo man anschließend zum Bäcker rannte, um für das von Tag zu Tag wertloser werdende Papiergeld wenigstens noch ein Brot zu ergattern. Das Ende der Hyperinflation brachte ab 1. November 1923 mit der Einführung zunächst der Renten-, dann der Reichsmark endlich wieder eine stabile Währung. Die lohnabhängig Beschäftigten wie auch die kleinen Handwerker und Bauern, aber auch viele Mittelständler mussten beim Umtausch der wertlosen Papiermark schwere Verluste hinnehmen und verarmten. Immerhin war für eine Rentenmark eine Billion Papiermark hinzublättern, wogegen Immobilien- und Aktienbesit  zer dank eines für sie günstigen Umtauschkurses ihren Schnitt machten. Das Ende der Inflation brachte eine relative Stabilisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse mit sich, doch diese Stabilität erwies sich bereits wenige Monate später als trügerisch: Der April 1924 erlebte in vielen Zweigen der Thüringer Industrie schwere Arbeitskämpfe, bei denen Unternehmerverbände und Staat alle Machtmittel einsetzten, um die immer wieder aufflammenden Streiks und Protestaktionen zu unterdrücken.

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Verbraucherbeirat des WAZV Arnstadt „kaltgestellt“

Entgegen den bisherigen Gepflogenheiten haben die Bürgermeister des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Arnstadt und Umgebung (WAZV) jetzt den Verbraucherbeirat vollkommen „kaltgestellt“. Nicht einmal mehr eine formale Beteiligung des Verbraucherbeirates an den Verbandsentscheidungen wird ermöglicht.
Bisher war zumindest gesichert, dass der Verbraucherbeirat jeweils vor den Verbandsversammlungen über die anstehenden Entscheidungen informiert wurde. Der Verbraucherbeirat konnte dabei Stellungnahmen und Beschlussempfehlungen abgeben. Allerdings wurde bisher in noch keinem Fall eine Empfehlung des Verbraucherbeirates durch die Bürgermeister in der Verbandsversammlung aufgegriffen und berücksichtigt.
Der Verbraucherbeirat und insbesondere die Vertreter der Bürgerinitiativen hatten mit der Wahl des neuen Arnstädter Bürgermeisters Alexander Dill zum Verbandsvorsitzenden, die vor über einem Jahr erfolgte, die Hoffnung, dass sich das Verhältnis zwischen den Bürgermeistern in der Verbandsversammlung und dem Verbraucherbeirat verbessert und normalisiert. Diese Hoffnung hat sich bisher nicht erfüllt.

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