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Immer nah an den Menschen- die Amtsperiode einer roten Landrätin

Es macht schon Angst, es lässt uns um die Demokratie bangen, wenn wir lesen dass etwa die Hälfte der Menschen in unserem Kreis bei Kommunalwahlen ihr Recht nicht war nehmen. Hat unsere Wahl wirklich noch Bedeutung, fragen sie. Zudem hören wir  die Rufe von der Verlogenheit der Politik, den raffgierigen Politikerinnen und Politikern, die nur das eigene Wohl im Auge, die kleinen Leute vergessen. Ja, so fühlen sich viele Menschen in diesem Land vergessen, abgehängt, wertlos. Ziel linker Politik muss sein,  dem einen anderen Stil entgegenzusetzen. Dazu braucht es neue Ideen, Kraft und natürlich Personen. Eine davon ist Petra Enders, denn im Zentrum ihrer Bemühungen stehen immer die Menschen. Sie will sie einbeziehen in die Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, sie kämpft um Bürgerbeteiligung, und Teilhabe, hat ein offenes Ohr für alle Sorgen, selbst die kleinsten, und immer Zeit für die Bürger und Bürgerinnen, auch wenn sie eigentlich keine Zeit mehr hätte.

Über ihre Amtszeit zu sprechen, nochmals zu reflektieren, was denn anders ist, wenn eine linke Politikerin das Heft des Handelns in den Händen hält, zu diskutieren über vergangenes und künftiges trafen sich Genossinnen und Genossen aus Ilmenau, Langewiesen, Gräfenroda, und Gehren, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger im Hochhausklub in Ilmenau. In einer Präsentation wurde an die wichtigsten politischen  Stationen ihres Wirkens in den letzten Jahren erinnert. Zwei Entscheidungen standen beispielhaft für Bürgerbeteiligung:  „Lasst die Schule im Dorf“ und die Kommunalisierung der Abfallwirtschaft. Gerade letztere ist beispielhaft für das Bestreben der Landrätin, sich für die Interessen der „kleinen Leute“ einzusetzen, das ist ihr wichtig, die Daseinsvorsorge in kommunale Hände zu geben. Was für die Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung ist, darüber müssen sie auch mitentscheiden können. Mitentscheidung spielte auch eine große Rolle bei der Radwegkonzeption, den Verkehrskonferenzen und natürlich der Schulnetzplanung. So gelang es der Landrätin den verhängnisvollen Kreislauf zwischen Schulnetzplanung und Schulschließungen zu brechen.
 „Nichts im stillen Kämmerlein“, sagt sie selbst. „Die Einwohnerinnen und Einwohner des Ilm-Kreis müssen mitreden können. Mehr noch, sie müssen von uns, von uns allen, zum mitreden aufgefordert werden. Und das Mitmachen muss ihnen natürlich auch ermöglicht werden.“ So wirbt sie für einen Fahrgastbeirat und so öffnet am 6. Juni 2015 das Bürgerbüro am Rabenhold zum ersten Mal seine Türen. Möglich  wurde dieses  für Arnstadt einmalige Projekt durch das Zusammenwirken von Landrätin Petra Enders, dem Jobcenter Arnstadt-Ilmenau und der Arbeitsagentur. Für alles, was für die Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung ist setzt sie sich ein, sei es der Erhalt der Ilm-Kreiskliniken, einem 100% kommunalen Unternehmen, der Sanierung der Schulen, weil Bildung von hoher Bedeutung ist, oder der Entwicklung des Modellprojektes zur hausärztlichen Versorgung im Ilm-Kreis. Mit Hilfe des Landkreises  sollen sich vor allem im Mittelzentrum Ilmenau, also im südlichen Ilm-Kreis, Ärzte ansiedeln. Aber weiter geht ihr Blick. Der Ilm-Kreis soll zur Modellregion für erneuerbare Energien werden. Sie stellt sich das Ziel, Energie im größeren Maßstab vor Ort zu erzeugen und zu verbrauchen. Dabei wird auch über günstigste Standorte für Wind-, Solar-, Geothermie- oder Wasserkraftanlagen nachgedacht. Über vieles könnte man noch schreiben und sprechen, das Rennsteigticket und die Rennsteigbahn als Motoren für den Tourismus dürfen nicht ungenannt bleiben. In der sich der engagierten Rede der Landrätin anschließenden Diskussion wurde deutlich: Der Landkreis braucht Petra Enders weiter als Landrätin!
Karl-Heinz Mitzschke