Paula Palm – ihr Tod reißt eine große Lücke

Knapp sechs Wochen nach dem 73. Geburtstag von dieser Welt gehen zu müssen, ist sehr, sehr schmerzlich, handelt es sich doch nicht erst seit heute um ein Alter, in dem es für den schlimmsten aller Schritte, die ein Mensch in Kauf zu nehmen gezwungen wird, noch viel zu früh ist. Bei Paula Palm hat dieses Schicksal zum nun wirklich ungünstigsten aller nur mit einem Gefühl des Schauderns vorstellbaren Zeitpunkte in seiner ganzen Unbarmherzigkeit zugeschlagen. Sie hing nicht nur am Leben, sie war nicht nur so lebensfroh wie ihre 2001 verstorbene Mutter Paula Bilay, sie wollte vor allem als Stadträtin der Ilmenauer LINKEN noch viele Vorhaben in Bewegung setzen und bereits in Arbeit Befindliches zu Ende führen. An Ideen hatte bei ihr niemals Mangel geherrscht, kannte sie doch die Sorgen und Probleme vieler Bürgerinnen und Bürger, vor allem der seit 1990 ins soziale Abseits Gezwungenen, ebenso wie die von Senioren und Behinderten. So manches hat sie hier auf den Weg gebracht und oftmals waren es dabei die sprichwörtlichen Kleinigkeiten, die am Ende große Wirkung zeigten. Der Beispiele dafür ließen sich viele nennen, so dass hier dieses eine genügen mag, steht es doch gewissermaßen stellvertretend für ihr langjähriges Wirken im Stadtrat und vor allem in dessen Bauausschuss: Die Führung der Buslinie C über Marktstraße und Weimarer Straße mit Einrichtung einer zusätzlichen Haltestelle war eines ihrer Anliegen. Gerade für ältere und behinderte Bürger wurde damit der Weg ins Rathaus und zum Behördenzentrum sehr erleichtert. Wer sonst das eigene Fahrzeug benutzen musste, konnte es nun zu Hause lassen und ersparte sich die oftmals umständliche Suche nach einer freien Parkfläche.

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Ein bemerkenswerter Stammtisch

Wohl kein Thema erregt die Gemüter derzeit so, wie die anstehende Gebietsreform.  Dazu kommt eine recht angespannte Situation zwischen den beiden Nachbarstädten Langewiesen und Ilmenau.  Gegner und Befürworter einer Fusion sammeln ihre Kräfte und argumentieren Pro und Kontra. Grund genug im Stadtvorstand zu beschließen, dieses Thema aufzugreifen und die Positionen unserer Partei in die Öffentlichkeit zu tragen. So fand am 14.6. um 18:00 im Club des Ilmenauer Hochhauses auf dem Stollen eine Veranstaltung dazu statt. Neben Genossinnen und Genossen aus Ilmenau konnten wir Anke Hofmann, diesmal vor allem als Sachverständige zur Problematik, aber auch als Stadträtin unserer Nachbarstadt  begrüßen. Weiterhin nahmen der Oberbürgermeister von Ilmenau, Ilmenauer Stadträte und interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie die Presse teil. Nach grundlegenden Gedanken von Klaus Leuner, Fraktionsvorsitzender der Fraktion die LINKE im Stadtrat, der die Chancen und Möglichkeiten eines Zusammengehens der beiden Städte eindringlich darstellte, schilderte Anke Hofmann die Problematik aus Sicht der  Langewiesener und beleuchtete dabei die die politische Situation. In einer sehr emotionalen Rede bekannte sich der Oberbürgermeister zu einer gemeinsamen Zukunft der Städte und sprach von einer einmaligen historischen Chance zur Entwicklung des Gebietes. Er warb dafür, alle persönlichen Befindlichkeiten auszuschalten und nur an das Wohl der Kommunen im Auge zu behalten. In einer Reihe von Diskussionsbeiträgen schlossen sich die Anwesenden diesen Standpunkt an. Das am nächsten Tag in beiden Zeitungen diese Veranstaltung durch einen Beitrag gewürdigt wurde, rundet das Bild eines gelungenen Stammtisches ab.

Langewiesen und Ilmenau gemeinsam in die Zukunft?

Stammtisch der Fraktion DIE LINKE im Ilmenauer Stadtrat und des Stadtverbandes
 
Gibt es eine gemeinsame Zukunft für beide Städte?
Über das Für und Wider, über Möglichkeiten und Chancen, aber auch über Sorgen und Ängste möchte die Linke mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Deshalb lädt sie zu einem kommunalpolitischen Stammtisch am 14.6. um 18:00 in den Hochhausclub- Frau aktiv,  Ilmenau Stollen 1 ein.  
 
Karl-Heinz Mitzschke
Im Auftrag der Fraktion und des Stadtvorstandes

Tag der Befreiung vom Faschismus 2016

Seit über zwanzig Jahren versammeln sich Bürgerinnen und Bürger Ilmenaus an diesem schicksalhaften Tag an diesem Ort. Sie stehen hier, eines Tages zu gedenken, der wie kein anderer aus der Geschichte herausragt. Doch heute ist unsere Versammlung auch ein wenig anders, wurde doch der 8. Mai, der Tag der Befreiung Deutschlands vom der unmenschlichen Diktatur des Hitlerfaschismus zum offiziellen Thüringer Gedenktag erhoben. Wozu fragen die einen, nein protestieren die Anderen. Tage des Gedenkens sind gleichsam Denkmäler der Zeit, sie sollen über die Erinnerung an Geschehenes dessen Bedeutung für die Gegenwart zeigen. Millionenfacher Tod, millionenfaches Leid der Überlebenden dieser Weltkatastrophe, sind Grund und Auftrag, diesen Tag wieder und wieder in unserm Gedächtnis aufzurufen.

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Man wird ja mal fragen dürfen!

Die Geschichte einer Fusion von Ilmenau und Langewiesen ist lang. Objektive Gründe sprechen dafür. Die gemeinsame Entwicklung eines Industriegebiete von der TU bis weit nach Langewiesen war schon fast realistisch. Auch die gemeinsame Betreibung von touristischen Höhepunkten, wie das Schaubergwerk spricht dafür. Es sind eine Reihe von Vorteilen zu nennen. Ein Neubau der Schwimmhalle und die Rekonstruktion der Festhalle ließen sich gemeinsam besser stemmen. Die Hauptausschüsse beider Städte hatten gemeinsame Sitzungen und waren sich schon prinzipiell einig. Immer scheiterte es vor allem an subjektiven Gründen. Jetzt kommt der Druck durch die Gebietsreform. Es geht zu, wie auf dem Heiratsmarkt. Ilmenau und vor allem auch endlich der OB sind heiratswillig. Ein umfangreicher Fragekatalog, den manche auch als Forderungskatalog verstanden, wurde beantwortet und durch die Fraktionen gebilligt. Die Einwohner von Langewiesen sollen jetzt entscheiden. Was ist mit den Ilmenauer Einwohnern? Die können leider nicht entscheiden und müssen das dem Stadtrat überlassen. Das ganze Gezerre könnte doch bei ihnen zu der Frage führen, ob die Braut wirklich so schön ist, dass nur sie fordern kann? Ilmenau leistet als Mittelzentrum einen großen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität der ganzen Umgebung und das mit vielen eigenen Mitteln und unter Verzicht auf andere Annehmlichkeiten. Das veranlasste Bürgermeister Brand in der Presse zu erklären, man wolle solche Nachteile nicht mittragen. Erstaunliches vom Vorsitzenden des Städte- und Gemeindebundes! Ilmenau muss also gestärkt werden im Interesse  des ganzen Gebietes. Eifersüchteleien und Eigennutz haben da keinen Platz. Ich hoffe, die Einwohner von Langewiesen werden richtig entscheiden und die Ilmenauer kooperationsfreudig sein. Diese Chance darf nicht verspielt werden!
Die Linke in Ilmenau war schon immer für einen Zusammenschluss. Überspannt werden darf der Bogen aber von Langewiesen nicht!

Dr. Klaus Leuner